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Pflanzen in Kosmetik - Pflanzenöle

18.01.2015 20:00  Von:: Franziska Lenz

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Im letzten Beitrag Pflanzen im Alltag hatte ich bereits angekündigt, dass ich mich dem Thema Pflanzen in der Kosmetik in den nächsten Wochen widmen werde. Den Anfang machen die Pflanzenöle. Sie sind  in so ziemlich jedem kosmetischen Produkt enthalten, denn ihre Vielfalt macht sie zu wahren Alleskönnern. Generell gibt es gepresste Pflanzenöle und so genannte Mazerate. Was sich im Einzelnen dahinter verbirgt, könnt ihr nachfolgend ausführlich nachlesen.

Fette, gesättigte und ungesättigte Fettsäuren

Achtung, wir müssen einen kurzen Ausflug in die Chemie machen, um die Wirkung von Ölen näher betrachten zu können. Ein Hautbestandteil von Ölen sind Fettsäuren, wobei gesättigte und ungesättigte Fettsäuren zu unterscheiden sind. Fettsäuren sind der Grundbaustein aller Fette (sog. Lipide). Fette setzen sich aus einem Glycerinmolekül (Zuckeralkohol) und ein bis drei Fettsäuren zusammen. Bei drei sich anschließenden Fettsäuren spricht man von Triglyceride.

Fett = Glycerin + Fettsäure (+ Fettsäure + Fettsäure)

Glycerin besitzt drei Sauerstoff-Wasserstoff-Verbindungen (OH-Gruppe) und ist dadurch sehr reaktionsfreudig mit anderen Stoffen.
Fettsäuren sind organische Säuren, die aus einer Kette von Kohlenstoffatomen [C]  und einer Carboxylgruppe (1x Kohlenstoff [C], 2x Sauerstoff [O] und 1x Wasserstoff [H]) bestehen. Zwischen den einzelnen Kohlenstoffatomen bestehen chemische Bindungen, und zwar Einfach- oder Doppelbindungen. Für uns relevant sind die Doppelbindungen, genauer gesagt die ungesättigten. Durch die Anzahl der Doppelbindungen können Fettsäuren in gesättigte, einfach ungesättigte und mehrfach ungesättigte unterteilt werden. Ungesättigt bedeutet, dass zwei benachbarte Kohlenstoffatome eine Doppelbindung miteinander haben und sich folglich keine Wasserstoffatome mehr daran binden können. Bei den mehrfach ungesättigten Fettsäuren bestehen mehrere Doppelbindungen. Generell gilt: je mehr Doppelbindungen, desto reaktionsfreudiger der Stoff; ergo die Haltbarkeit ist geringer, da das „freudige“ Bindungsverhalten mit Luftsauerstoff und Enzymen dazu führt, dass die Fette „ranzig“ werden.

Zusammenhang zwischen unserem Körper und den Pflanzenölen in Naturkosmetik

Triacylglycerin Formel

Welcher Zusammenhang? Ganz einfach, auch wenn wir einer Pflanze rein optisch jetzt nicht so sehr ähneln, gibt es doch Gemeinsamkeiten. Und zwar besitzen Pflanzenöle ungesättigte Fettsäuren, die unser Körper dringend benötigt. Die Lipidbarriere unserer Haut enthält Fette in Form von Triglyceriden, Cholesterol, Cholesterolester und Ceramiden. Triglyceride sind drei an ein Glycerinmolekül angeschlossene Fettsäuren (siehe oben). Die ungesättigten Fettsäuren des Pflanzenöls nutzt unsere Haut für die Reparatur, Erneuerung und Neubildung der Zellen – kurzum wir benötigen die ungesättigten Fettsäuren als Unterstützung der hauteigenen Regeneration von Zellen. Daneben bestehen Pflanzenöle aus verschiedenen Fettbegleitstoffen, die ebenfalls nützlich sein können für unsere Haut. Dazu gehören unter anderem Phospholipide, Tocopherole und Tocotrienole, Squalen und Flavonoide. Phospholipide besitzen die Fähigkeit, sich in die Lipidbarriere zu integrieren, dort Wasser zu speichern und die Haut somit geschmeidig und feucht zu halten. Squalen entsteht im menschlichen Körper als Vorstufe bei der Cholesterin-Produktion und ist zudem ein Hautbestandteil des Hydro-Lipid-Films. In der Kosmetik verwendetes Squalan macht die Haut geschmeidig und weich. Falvonoide wirken z. B. entzündungshemmend und antioxidativ.

Wirkung von Pflanzenölen

Ein ganz entscheidender Punkt ist, dass Pflanzenöle auf Grund ihrer Beschaffenheit in unsere Haut eindringen und ihre Pflegeeigenschaften somit entfalten können. Diese Wirkung zu erwähnen, ist prinzipiell nicht notwendig, da wir genau das von unserer Pflege erwarten – oder? Erwarten schon, in herkömmlicher Kosmetik sind jedoch häufig andere Inhaltsstoffe, die unserer Lipidbarriere nicht entsprechen – zum Beispiel Paraffine – und diese Wirkung nicht erzielen. Vielmehr legen diese sich auf die Haut und bilden eine Art „Schutzmantel“, der die Haut daran hindert, selbst aktiv zu werden und sich zu versorgen. Aber zurück zu den pflanzlichen Ölen: sie können wie gesagt in die oberen Hautschichten eindringen und entfalten sich somit von innen heraus. Sie unterstützen hauteigene Prozesse, helfen bei der Stärkung unseres Abwehrsystems und der Regeneration der Haut. Im Ergebnis wird die Haut optimal versorgt und das Hautbild verbessert sich Schritt für Schritt. Die genaue Wirkung hängt vom jeweiligen Öl ab; weiter unten stelle ich einige Pflanzenöle detaillierter vor.

Welche Pflanzenöle gibt es?

Nachtkerze

Pflanzenöle können unterschiedlich kategorisiert werden. Generell sind sie jedoch zum einen hinsichtlich ihres Fettsäuregehalts zu unterscheiden und zum anderen hinsichtlich ihrer Wirkung. Öle werden gemäß ihren mehrfach ungesättigten Fettsäureanteilen klassifiziert in trocknende, halbtrocknende und fette Öle. Außerdem gibt es noch die andere Gruppe, nämlich die eingangs erwähnten Mazerate. Ehe ich euch einige konkrete Öle vorstelle, möchte ich zunächst näher auf die Dreierteilung und Mazerate eingehen:

1. Trocknende Pflanzenöle wie Sanddornöl und Nachtkerzenöl

In der Pflege und Naturkosmetik sind trocknende Öle kaum noch wegzudenken. Sie haben einen hohen Anteil von über 50% mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Dadurch können sie die Haut austrocknen und werden nur zu einem kleinen Teil, nämlich maximal 10% mit anderen Pflanzenölen gemischt. Durch ihre schnelle Oxidation sind sie zudem nicht lange  haltbar (ca. 3 Monate nach Anbruch). Zu dieser Art Öl gehören beispielsweise Sanddornöl, Nachtkerzenöl oder Wildrosenöl.

2. Halbtrocknende pflanzliche Öle wie Mandelöl und Macadamianussöl

Anders als bei den trocknenden Pflanzenölen liegt der Anteil der mehrfach ungesättigten Fettsäuren bei den halbtrocknenden unter 50%. Dadurch reagieren sie nicht so schnell mit Sauerstoff und sind deutlich länger haltbar (6-12 Monate nach Anbruch). Halbtrocknende Pflanzenöle befinden sich zu großen Teilen in Massage- und Körperölen, sie hinterlassen ein samtig-weiches Gefühl auf der Haut und ziehen schnell ein. Hierzu gehören Macadamianussöl, Mandelöl, Avocadoöl, Aprikosenkernöl und Haselnussöl.

3. Fette Öle wie Sheabutter

Die dritte Kategorie, nämlich die fetten Öle, weisen einen Anteil von unter 20% mehrfach ungesättigter Fettsäuren. Ihre Haltbarkeit ist deutlich höher. Sie hinterlassen auf der Haut ein etwas fettiges Gefühl. Hierzu gehören beispielsweise Olivenöl und Sheabutter.

Sondergruppe: Mazerate

Bei Mazeraten handelt sich ebenfalls um Pflanzenöle. Jedoch wurde hierbei eine Heilpflanze in Öl lagernd einige Zeit der Sonne ausgesetzt. Dadurch haben sich deren Wirkstoffe in die Pflanzenöle übertragen. Sehr bekannte Mazerate in der Naturkosmetik sind Aloe Vera und Ringelblume.

Sanddornöl in Naturkosmetik

Sanddorn

Das Sanddornöl ist ein beliebter Bestandteil von Pflegeprodukten für trockene, rissige und reife Haut. Doch bis es zum Einsatz kommt, muss es zunächst aus den Kernen der Frucht gewonnen werden. Da die Beeren fest am Holz des dornigen Strauches sitzen, ist ein „normales“ Pflücken nicht möglich und würde die Wirksamkeit höchstwahrscheinlich stark beeinträchtigen. Somit werden ganze Äste bei -40 Grad schockgefroren, anschließend werden die Früchte mittels einer Rüttelmaschine von den Ästen getrennt. Das Öl wird aus dem Fruchtfleisch und den Kernen mittels Kaltpressung gewonnen. Die kleinen orange-rot leuchtenden Beeren schenken unser Haut volle Power: sie weisen einen hohen Anteil an Vitamin C auf, stärken die Barrierefunktion unserer Haut und schützen sie. Die enthaltenen Carotinoide entpuppen sich als wahre Radikalfänger und lindern die Folgen starker UV-Einstrahlung. Somit ist Sanddornöl ebenfalls bei sonnengestresster Haut empfehlenswert. Bei reifer Haut gibt Sanddornöl Spannkraft und Elastizität zurück und sorgt somit für die Verlangsamung des Alterungsprozesses. Regenerative Prozesse der Haut werden unterstützt und entfalten so ihre Anti-Aging-Wirkung.

Sheabutter als Beispiel für fette Öle

fette-oele

Sheabutter ist in der Kosmetik wohl inzwischen jedem bekannt, ebenso dass sie sehr fetthaltig ist. Sie wird aus den braunen Kernen der Früchte des afrikanischen Sheabaumes gewonnen. Diese enthalten circa 50% Fett. Sie besitzen eine strukturierte, raue Oberfläche, in deren Inneren sich die fetthaltige Nussmasse befindet. Die Gewinnung der Sheabutter erfolgt traditionell durch Trocknung der Nüsse, ehe sie geschält und über Feuer geröstet werden. Anschließend werden sie per Hand zu einer braunen Masse gemörsert; dieser wird Wasser zugegeben und das Ganze zu einer Art gelblich-weißen Teig verarbeitet. Durch mehrfaches Erhitzen und Zugeben von Wasser setzte sich das so genannte Sheafett an der Oberfläche ab und kann dadurch gefiltert werden. Sheabutter enthält viele kosmetisch einsetzbare Inhaltsstoffe wie Phytosterole, Catechine und Fettsäuren. Sheabutter wirkt besonders rückfettend, glättend und beruhigend. Zudem unterstützt sie die Regulation des Feuchtigkeitshaushalts der Haut. Dementsprechend eignet sie sich insbesondere für die Pflege trockener, irritierter und neurodermitischer Haut, ist in geringem Maß jedoch auch in vielen anderen Pflegeprodukten enthalten, die für andere Hauttypen geeignet sind.

Aloe Vera Öl in Kosmetik

Naturkosmetik mit Aloe Vera Öl

Aloe Vera ist eine Heilpflanze, zu deren Ölgewinnung die Herstellung eines Mazerats notwendig ist. Die Aloe gehört zu den Liliengewächsen und weist charakteristische dicke, fleischige Blätter auf. In den letzten Jahrzehnten hat sie sich immer größerer Beliebtheit erfreut und ist zunehmend in Kosmetika zu finden. Darüber hinaus wird sie hinsichtlich ihrer Verarbeitung und Verwendung als Gel oder Harz unterschieden. Diese beiden Formen sind an dieser Stelle unerheblich, da ich heute Aloe Vera als Öl vorstellen möchte. Für die Herstellung des Mazerats ist sowohl ein Kalt- als auch ein Heißauszug möglich. Als Öl wirkt Aloe Vera entzündungshemmend, feuchtigkeitsspendend und durchblutungsfördernd. Es unterstützt zudem den Zellaufbau und eignet sich damit besonders für trockene, spröde Haut sowie zur Behandlung von Sonnenbrand. Aloe Vera Öl ist ebenso bei zu Allergien neigender Haut gut verträglich und mildert Reizungen.


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