Umweltschutz durch Recyclingpapier

Die Nachfrage nach Papier für Verpackungen und Druckerzeugnisse ist in den letzten 10 Jahren enorm gestiegen. Daraus resultieren zwei grundsätzliche Probleme: umso mehr Papier im Umlauf ist, desto stärker steigt auch die Müllbelastung durch entsorgtes Altpapier. Auf der anderen Seite werden immer mehr Waldflächen für den enormen Bedarf nach diesem Rohstoff abgeholzt und das hat zum Teil heute schon kapitale Auswirkungen auf unsere Umwelt. Laut papierwende.de werden bis zu 25 % der globalen CO2-Emissionen durch die Rodung und Vernichtung der Wälder verursacht, wobei der Papierkonsum eine zentrale Rolle spielt. Und Deutschland nimmt beim Papierkonsum laut einer Studie von Greenpeace eine weltweit führende Rolle ein: im Jahr 2006 wurden hierzulande weit mehr als 20 Tonnen Papier verbraucht – das bedeutet Platz 4 in der Weltrangliste. Allein innerhalb der Jahre 2004 bis 2006 ist der Prokopfverbrauch von Papier um knapp 20 auf insgesamt 234 Kilogramm jährlich angestiegen. Nur in China, Japan und den USA ist der Hunger nach Papier noch größer. Greenpeace hat weiter ermittelt, dass der Bestand von Altpapier für das Recycling nicht ausreicht, um den Papierbedarf durch Recycling zu decken. Weit mehr als 80 Prozent der Zellstofffasern müssen aus dem Ausland importiert werden, damit genügend Papier hergestellt werden kann. Die Vernichtung der Wälder für die Herstellung von Papier ist in den letzten Jahren enorm angestiegen – 80 Prozent der Urwälder wurden bereits für immer zerstört.

Recyclingpapier für mehr Umweltschutz

Natürlich ist klar, dass wir nicht von heute auf morgen auf Papier verzichten können. Papierlose Büros und Arbeitsprozesse setzen sich zwar immer mehr durch, jedoch wird es noch Jahre dauern, bis diese Strategie einen messbaren Effekt auf einen sinkenden Papierbedarf haben wird. Aber eines kann man bereits heute schon tun: Recyclingpapier verwenden. Auch das Umweltbundesamt empfiehlt die Verwendung von recycelten Papier und gibt auf seiner Website für Verbraucher wertvolle Tipps, wie Papier eingespart und damit die Umwelt geschont werden kann. So ist eine Möglichkeit, dass man nur noch solche Papierprodukte verwendet, die mit dem „Blauen Engel“ ausgezeichnet sind. Mit dieser Zertifizierung ist garantiert, dass hier zu 100 Prozent Altpapier verwendet wurde, dass auch noch chlorfrei gebleicht wird. Viele Verbraucher denken noch immer, das Recyclingpapier deutlich dunkler und leicht gemustert ist im Vergleich zu neuem Papier, da durch den Mix aus verschiedenen Altpapierfasern leichten Färbungen entstehen können. Jedoch wurden  mittlerweile schonende Bleichverfahren entwickelt, um auch recyceltes Papier rein weiß herzustellen.

nordjung.de setzt auf Recyclingpapier

Bei der Gründung unseres Unternehmens haben wir von Anfang an ein Zielt gehabt: Nachhaltigkeit. Das fängt natürlich bei den Kosmetikprodukten an und setzt sich auch in Sachen Versand und Verpackung fort. Wir versuchen dabei grundsätzlich unseren Papierverbrauch auf ein Mindestmaß zu reduzieren und verschicken Lieferscheine und Rechnungen nicht in gedruckter, sondern nur digitaler Form als E-Mail-Anhang. Natürlich sind wir ein konsumorientiertes Unternehmen und auch wir müssen Werbung machen, dabei Kunden in unserem Naturkosmetik-Onlineshop einkaufen. Um dennoch eine positive Umweltbilanz zu erreichen, verwenden wir für den Druck unserer Werbemittel, Korrespondenz und Gutscheinkarten ausschließlich Umwelt- und/oder Recyclingpapier. Anfangs waren natürlich auch wir skeptisch, ob diese Papiersorten qualitativ geeignet sind, um sie für Werbe- und Verkaufszwecke einzusetzen. Jedoch waren wir positiv überrascht: alle auf Papier hergestellten Flyer, Karten und Gutscheine bestehen zwar aus Altpapier, sind jedoch rein weiß und fühlen sich nicht anders an, als konventionelles Papier. Aber damit nicht genug: natürlich ist die aufgedruckte Farbe chemisch und kann nicht zu 100% natürlich hergestellt werden. Um aber dennoch hier einen Beitrag für unsere Umwelt zu leisten, zahlen wir für jeden Druckauftrag einen freiwilligen Ausgleichsbetrag für die CO2-Billanz. Dafür verlangen wir natürlich keinen Aufpreis von unseren Kunden – wir sind einfach davon überzeugt, dass nur ein nachhaltiges und umweltfreundliches Wirtschaften auch und gerade im Onlinegeschäft ein Zukunft hat und wollen hier mit gutem Beispiel für andere Shops vorangehen.

By | 2017-08-26T15:08:40+00:00 August 26th, 2017|Blog|0 Comments

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