Warum ist Naturkosmetik teurer als normale Kosmetik?

Preisunterschiede zwischen Naturkosmetik und herkömmlicher Kosmetik

Viele Leute, mit denen man sich über Naturkosmetik unterhält, antworten häufig gleich mit „das ist mir aber viel zu teuer“. Wieso also ist das so? Ist Naturkosmetik tatsächlich teurer? Ganz so einfach lässt sich die Frage nicht beantworten, da es auch im Bereich zertifizierter Naturkosmetik günstige Varianten gibt, genau wie bei herkömmlicher Kosmetik. Während einige Konsumentinnen (und Konsumenten) ihre tägliche Kosmetik in Drogerien kaufen, gehen andere in hochpreisigere Parfümerien oder Kaufhäuser und kaufen dort Kosmetik namhafter Hersteller wie Chanel oder Dior und Co. Wenn wir das realistisch betrachten, ist jedem klar, dass der Name vermutlich mindestens 50 % des Preises ausmacht. Sicherlich werden hierbei andere Inhaltsstoffe verwendet als bei günstigen Alternativen, doch das allein erklärt den Preis nicht. Und wie ist das bei Naturkosmetik?

Qualitätskriterien bei Naturkosmetik

Grundsätzlich gelten für Naturkosmetik gewisse „Regeln“, auch wenn der Begriff als solcher nicht geschützt ist – hier geben die bekannten Zertifizierungen eine Orientierung. Für die Herstellung von Naturkosmetik werden vorrangig natürliche Rohstoffe wie pflanzliche Öle, Wachse, Kräuterextrakte oder ätherische Öle verwendet. Dabei wird in erster Linie auf Rohstoffe aus kontrolliert biologischem Anbau oder Wildsammlung zurückgegriffen. Neben den Rohstoffen spielt jedoch auch die Berücksichtigung aller Arbeitsschritte vom Anbau über Ernte, Verarbeitung bis hin zu Verpackung und Transport eine wichtige Rolle. Es geht darum, möglichst umwelt- und ressourcenschonende Herstellungsverfahren anzuwenden. Das heißt, die Gewinnung der hochwertigen Inhaltsstoffe ist ein deutlich höherer und auch kostenintensiverer Aufwand als bei herkömmlicher Kosmetik, deren Inhaltsstoffe vorwiegend aus dem Labor stammen.

Warum ist Naturkosmetik so teuer?

Die oben genannten Qualitätskriterien kann man nun sozusagen auf Minimalstufe anwenden, aber auch zu 100% umsetzen bzw. es versuchen. Nehmen wir beispielsweise Martina Gebhardt Naturkosmetik: die Inhaltsstoffe stammen meistens zu circa 80% aus kontrolliert biologischem Anbau bzw. Wildsammlung. Die Gewinnung dieser ist natürlicher aufwändiger, sprich kostenintensiver, als andere Naturkosmetik-Produkte, in denen Inhaltsstoffe mit 10% oder 20% Rohstoffanteil aus kbA sind und die übrigen naturnah o.ä. Zudem ist es mit der Kosmetik nichts anderes als in allen anderen Lebensbereichen: wer großen Wert auf hochwertigen Sound legt, kauft sich Produkte von Teufel oder Bose und nicht vom Discounter, hochwertigeres Fleisch gibt es beim Bauern und dort kostet es mehr als im Supermarkt. Die Stoffe und Verarbeitung von Designerware ist besser als die von den in China massenproduzierten Kleidungsstücken, die es in großen Bekleidungsfilialen gibt. Auch hier stört uns ein höherer Preis nicht. Bei natürlicher Kosmetik, deren Inhaltsstoffe auf die natürliche Balance der Haut abgestimmt und die unter Berücksichtigung unserer Umwelt und Ressourcen angebaut und hergestellt wird, gilt eben genau das Gleiche – Qualität hat seinen Preis. Letztlich ist es jedem selbst überlassen, ob er bereit ist, dieses Geld in seine Gesundheit zu investieren.

By | 2017-08-26T14:53:09+00:00 August 26th, 2017|Blog|0 Comments

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